•Vulkane, Tempel und mehr•

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In Malang angekommen, erkundeten wir das Stadtzentrum und machten eine Tour zum Mount Bromo, dem Vulkan schlechthin in der Region, welchen wir bereits aus dem Flugzeug kurz bestaunen konnten. Der Wecker klingelte um 1 Uhr nachts und keine halbe Stunde später saßen wir im Van, der durch die dunkle Nacht bergauf jagte. Gegen 4 Uhr erreichten wir die Aussichtsplattform (Mount Pananjakan), wo wir auf haufenweise andere Touris trafen, die sich bibbernd um die Lagerfeuer der Einheimischen zwängten. Der Anblick auf den Vulkan Semeru (höchster Vulkan Javas), dem qualmenden Mount Bromo und dem perfekt geformten Mount Batok entschädigten für das frühe Aufstehen und die eisigen Temperaturen.

Im Anschluss ging es dann im Jeep (mit defekten Stoßdämpfern) über eine Schlaglochpiste zum Krater des Mount Bromo. Die 500m vom Parkplatz zum Kraterrand gestalteten sich als wahre Tortur: Einheimische ritten auf ihren Pferden wild umher und wirbelten noch mehr Staub auf, als ohnehin schon in der Luft hing.

 

Die Sonne brannte, als würde sie zum letzten Mal scheinen und der ganze Staub machte das Atmen echt schwierig. Oben am schmalen Kraterrand angekommen, wurden dann schnell ein, zwei Fotos geschossen und dann nichts wie runter, bevor man in den blubbernden Kratersee stürzt! Definitiv nichts für schwache Nerven!

 

Der Rückweg nach Malang wurde unerwartet zum zweiten Highlight des Tages, da es über üppig grüne Hügel und durch kleine Dörfer bergab ging, an deren Hängen die unterschiedlichsten Früchte und Gemüsesorten angebaut wurden. Und auch einen schönen Wasserfall bekamen wir noch zu sehen (Rainbow Waterfall).

 

Am selben Tag, nach zig Stunden Gerüttel im Jeep, ging es von Malang mit dem Zug ins 200km (8Std.) entfernte Kulturzentrum Javas, Yogyakart (Urlaub hatten wir ja schließlich gerade erst ;-)). Das Zugticket kauften wir ganz bequem im Supermarkt an der Ecke. In Yogya schauten wir uns den Hindu-Tempel Prambanan und den buddhistischen Tempel Borobudur an – beide sehr beeindruckend. Es wimmelte nur so von asiatischen Tagesausflüglern, die sich mit uns ablichten lassen wollten. Ein recht komisches Gefühl, sagen wir euch! Die Stadt selbst ist geprägt von kolonialen Gebäuden mit viel Street-Art und einem entspannten Studenten-Flair. Am 20.Juni hieß es schließlich Abschied nehmen von Indonesien und es ging in die Weltmetropole Singapur!

 

 

Und was sind die grünen News?

Das Gleiche, was Balis Umwelt belastet, gilt auch für Java – mit dem Unterschied, dass es auf der bevölkerungsreichsten Insel der Welt Müllabfuhr- und Recyclingunternehmen gibt. Für manche ist das Sammeln von „Müll“ und dessen Verkauf an Wertstoffhöfe ein lebensnotwendiger Nebenverdienst, was auch der Umwelt gut tut. Leider bleiben zu oft die kleinen Kaugummiverpackungen und Chips-Tütchen liegen, da sich mit ihnen kaum Geld machen lässt. Da ist unserer Meinung nach die Industrie in der Verantwortung, andere Verpackungen zu benutzen und nicht jeden Keks in einer 6er-Packung einzeln in Plastik zu hüllen.

 

 

In Yogya haben wir jedoch auch Restaurants gesehen, die versuchen Müll zu vermeiden und wiederverwendbare Verpackungen einsetzen, anstatt der Styropor-Boxen und des beschichteten „Brotpapiers“, welches landesweit das Bananenblatt als Verpackung von Lebensmitteln ersetzt hat. Recyclingtonnen und Hinweisschilder machen zudem Hoffnung, dass die Umweltbildung bald flächendeckend Fuß fasst und kein Müll mehr achtlos auf den Boden geworfen wird.

 

Hier kannst Du dir die Bilder aus Java anschauen!

 

1 Comment

Kathi und Henrik
Aug 19, 2012 at 20:10

Ihr übertrefft euch immer wieder bei euren Fotos!!! :) Wir werden das ganz schön vermissen! Genießt die Zeit weiterhin – der Alltag beginnt früh genug! (Wir sprechen aus Erfahrung :)) Einen ganz dicken Drücker aus dem Schwabenländle, Kathi und Henrik


 

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