•Vorsicht Haie!•

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Per Bus (wohl der Beste, den wir je hatten, mit Sitzen mit Massagefunktion) ging’s dann ins nächste Land: Malaysia! Schon nach 5 Stunden (und mit weich geklopftem Rücken-sowas muss man ja ausnutzen!) kamen wir in der kleinen historischen Stadt Malakka an. 2 Tage schauten wir uns hier um. Mal wieder ein Chinatown, aber so langsam wird’s langweilig Hühnerfüße zu sehen.

 

Weiter ging’s in die Hauptstadt Kuala Lumpur, wo wir Besuch von Tini aus Hamburg empfingen (Freude!-nicht nur wegen dem riesen Lakritzvorrat, den sie mitgebracht hat ;-) ). Wir erkundeten die Stadt. Das Highlight sind irgendwie wirklich nur(!) die Petronas Towers, die höchsten Zwillingstürme der Welt. Ansonsten war die Gegend um den Sultan Palast noch ganz schön.

 

Wir drei waren dann aber froh, als wir der Stadt entfliehen konnten. Es ging in die Berge, genauer gesagt in die Cameron Highlands. Eine Region die bekannt für seine Teeplantagen und Erdbeerfelder ist! Uns erwartete… Regen.  Wir zwei Flip-Flop-Wetter-Reisenden wussten gar nicht mehr so richtig, was alles aus so einer grauen Front runter kommen kann und kriegten fast schon klaustrophobische Anfälle in unseren Regenjacken. Tini hingegen schien recht vertraut mit dem Wetter zu sein ;-)

 

 

Naja, jetzt waren wir hier, also machten wir das Beste draus und buchten eine Tour für den nächsten Tag… Und siehe da: die Sonne schien! So bekamen wir doch noch die Schönheit dieses Ortes zu sehen! Über matschige und ganz weiche Wege ging es durch einen Nebelwald. Alles war voller Moos – der Boden, die Steine, die Bäume – gepaart mit einer wundervollen Stille war es ein total mystischer und schöner Ort!

 

Wir hatten richtig Glück mit dem Guide, er zeigte uns Heilpflanzen, erklärte uns deren Wirkung und machte uns so mal auf andere Weise bewusst, was die Natur so zu bieten hat! Weiter ging’s dann durch die mit Teepflanzen bedeckten Hügel zur BOH Teeplantage – der Tee schmeckt total lecker, so mussten wir erst mal ein bisschen shoppen! Solche geführten Touren haben ja meistens eine Sache dabei, die einen nicht wirklich anspricht, so ging’s für uns dieses mal zu einem Schmetterlingsmuseum. Doch wir wurden positiv überrascht, nicht nur mit farbenfrohen Schmetterlingen. Mr. Guide zeigte uns auch Insekten, die aussehen wie Blätter und die größten Hibiskusblütten, dir wir je gesehen haben!

 

Am nächsten Tag stiegen wir in einen Minivan ein, um an unser nächstes Ziel zu gelangen: dem Taman Negara Nationalpark. Diese Minivantouren sind manchmal leider die einzige Möglichkeit irgendwo hin zu kommen, so ist man leider auch immer der  Skrupellosigkeit, unmöglichen Fahrweise etc. ausgesetzt. So kommt es gerne mal vor, dass man irgendwo im nirgendwo auf einmal ne Stunde warten muss, um dann in einen anderen Krüppel-Van gestopft zu werden… diese Haie!

 

Na zurück zu den schönen Erinnerungen: In einem Holzboot ging es am nächsten Tag für ein paar Stunden einen Fluss entlang, vorbei an üppig grünem, tiefen Dschungel. Der Gang durch den Park an sich, war dann eher ernüchternd, kaum Tiere, ein vorgegebener Holzweg… der Part mit den hohen Hängebrücken zwischen einzelnen Baumkronen war dann aber wieder spaßig!

 

Nicht so der Weg zurück, in einer Möchtegern-Tuner-Karre und einem Fahrer, der trotz seinen spastischen Zuckungen und Regen einen auf Schumi machte… Fremden vertrauen – eine Sache,die auf dieser Reise leider nicht gerade gefördert wurde.

 

Die Folgenacht war kurz, um 2 Uhr Nachts stiegen wir in den Zug, der uns an die Ostküste brachte! Selbst die Speedbootfahrt am nächsten morgen überstanden wir, wenn auch mit einer kleinen Wirbelsäulenstauchung (die kennen da auch echt nichts! Wellen? Egal, Hebel runter, Zeit ist Geld! Geld, Geld, Geld…Geld macht die Menschen zu unglaublich schrecklichen Wesen!)

 

 

Ach ja, Tini ist ja hier im Urlaub – also  schalteten wir mal einen Gang runter: Die Perhentian Islands sind ein Traum! Wir übernachteten auf der größeren der beiden Inseln (Perhentian Besar). Außer ein paar Unterkünften und Restaurants bestehen beide Inseln nur aus Dschungel, nicht mal Straßen gibt’s-wunderbar! Und hier machten wir dann auch einen richtigen Dschungel Walk, mit Matsch, Moskitostichen, Affen, riesen Ameisen und einer Menge Schweiß. Aber der Schweiß störte uns überhaupt nicht, denn am Ende des Dschungels warteten Traumbuchten mit kristallklarem Wasser auf uns!

 

5 Tage verbrachten wir mit relaxen, lesen, Beachvolleyballspielen und Schnorcheln. Die Gegend soll ein top Tauch- und Schnorchelgebiet sein, was wir nur bestätigen können. Schon nach einem Meter, im knietiefen Wasser, wimmelte es nur so vor Fischen und (!) Haien… weiter draußen werden die Fische immer bunter und größer! Wir sind schwer begeistert, vor allem von den Riesen Drückerfischen (Titan Triggerfish)! Die Tiere haben sogar den Trend der Neonfarben nicht verpasst ;-) Als Patrick aus dem Wasser kam und wie ein kleiner Junge aufgeregt erzählt, dass er grad zwei mega Haie gesehen hat und ihnen hinterher geschwommen ist, um zu filmen, erklären wir ihn für verrückt! Aber die Leute in der Tauchbasis klärten auf: das sind Schwarzspitzen Riffhaie (Blacktip Reef Sharks), werden bis zu 2m lang und sind harmlos… ach, na dann ;-)

 

Den nächsten Stopp machten wir an der Westküste in Georgetown. Wir schauten uns die hübschen alten Gebäude und die Umgebung der Altstadt an, bevor es dann (natürlich im Minivan) weiter nach Thailand ging. Und wies dort so war, lest ihr im nächsten Bericht!

 

Hier gehts zu den Fotos!

 


Und was sind die „grünen“ News?

Saftig grüne Palmen, soweit das Auge reicht. Vor dem blauen Himmel wirkt dies, als sei die Natur in Malaysia bestens erhalten. Doch der Eindruck täuscht: Palmöl- und Gummibaumplantagen sind alles andere, als gut für die Umwelt. Denn diese haben viele natürliche (Regen-)Wälder mittlerweile verdrängt und die Regenwaldbewohner finden kaum noch Lebensräume. Illegale Brandrodung und die Abholzung von Tropenhölzern sowie die Jagd auf bedrohte Tierarten sind in Malaysia nachwievor an der Tagesordnung. Umweltorganisationen schlagen schon seit Jahren Alarm, doch in Malaysia zählen Wirtschaftswachstum und Exportprodukte mehr, als der Umweltschutz – mit dem sich wenig Geld verdienen lässt (so zumindest die malaiische Theorie).

 

Wir hoffen, dass sich Malaysia in infrastrukturellen Angelegenheiten ein Beispiel an Singapur nimmt und in punkto Umweltschutz einfach mal ausrechnet, wie Malaysia in 10 Jahren aussehen könnte, wenn sie so weiter machen, wie bisher.

 

Einziger Hoffnungsträger: Georgetown! Dort hat man den Wert von Umweltschutz verstanden und die verschiedensten Projekte wurden initiiert: Plakate zur Mülltrennung, Minimierung des städtischen Verkehrsaufkommens durch Fahrradprojekte, Recycling Container mit anschaulichen Erklärungen wie, was und wozu man es auch nutzen sollte und weitere Energie- und Wasserstarprojekte. Daumen hoch! Es geht doch!

 

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