•Das verlorene Paradies•

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So eine lange Fahrt im Van schlaucht, aber der Blick auf die gigantischen, von der Abendsonne angestrahlten Karstfelsen vor Krabi machten einiges wett. In einem Longtailboot mit knatterndem Motor wurden wir zur Halbinsel Railay gebracht! Außer dass einige Resorts dazu gekommen sind, hat sich seit unserem letzten Besuch 2007 nicht viel verändert.

 

 

 

Die nächsten Tage genossen wir die Wärme, das Meer und nicht zu vergessen die heiß ersehnten Kokosnussgerichte und -Drinks :-) Und da Tini Asien nicht verlassen kann, ohne auf einem Roller gesessen zu haben, gings per Fähre rüber nach Phuket. Definitiv eine Touri-Hochburg, aber wir hatten riesen Spaß mit ausgeliehenden Mopeds die Halbinsel zu erkunden und die kleinen schönen Strände zu entdecken.

 

Irgendwann hieß es dann Abschied nehmen. Das Reisen mit Tini hat riesig Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf’s „Boh Tee trinken-Date“  in Hamburg :-)

 

Für uns hieß es: Visum verlängern! Denn wir erwarten mehr Besuch aus Hamburg. So machten wir einen Tagesausflug nach Myanmar (mit nem Minivan natürlich!) über die eigentliche Grenze ging’s dann per Knatterboot. Der Captain mit Kippe im Mundwinkel und Bierdose in der Hand (die nach dem Trinken natürlich über Bord geworfen wurde)… einer der „interessantesten“ Grenzübergänge bisher ;-) Wir haben es überlebt! Und kurz darauf ging’s per Fähre nach Koh Samui, eine Insel an der Ostküste. Wir freuten uns riesig Konny wiederzusehen!

 

 

 

Die kommenden 10 Tage war also Urlaub angesagt: Pool, Meer, Chillen, Bier. Aber natürlich wurde auch diese Insel auf eigene Faust erkundet. Das Beste was man machen kann, ansonsten verpasst man wahrscheinlich die schönsten Ecken.

 

Unser letzter Stop in Thailand war Bangkok. Eine große, recht moderne Stadt mit vielen Einkaufsmöglichkeiten.  So bummelten wir über einen riesen Wochenendmarkt, staunten über die Vielfalt und hielten die Luft an, als es bei ca. 40 Grad durch die engen Gänge der „Frischfleisch“-Abteilung ging.

 

 

Wir genossen die Zeit in Thailand mit unseren Freunden sehr, doch sind wir vom Land an sich recht enttäuscht. Überwigten doch leider zu meist die Unfreundlichkeit und Dreistheit der Einheimischen; Speedboottouren karren die Touris in Massen an einstige Traumstrände. Die Fische werden mit Toastbrot angefüttert, die Unterwasserwelt durch verantwortungslose Touranbieter zerstört und die Preisvorstellungen sind einfach nur verrückt! Unserer Meinung nach, und auch derer vieler anderer Backpacker: ein gutes Beispiel dafür, wie ein Paradies zerstört wird! Das gilt hauptsächlich für den südlichen Teil Thailands, der Norden soll noch nicht so sehr gelitten haben!

Traurig zu hören, dass Vietnam es den Thailändern nachmachen will, schließlich bringt es Geld…Geld, Geld, Geld :-( wenn die wüssten…

 

 

Und was sind die Grünen News?

Wie überall, ist auch hier eines der Hauptprobleme der viele, viele Müll! Größtenteils landet dieser achtlos auf der Straße, von wo er in Flüssen geweht / gespült wird, dann ins Meer und dann… wieder an den Strand und da es keine kostenlose Müllentsorgung flächendeckend gibt, kehrt man ihn wieder in die Kanäle und Flüsse. „Aus den Augen, aus dem Sinn“ – ein grausiger Kreislauf.

 

Wir waren an einem Strand, der so schön sein könnte, wäre da nicht der viele Müll, der vom Meer angespühlt wird. Es war so depremierend zu sehen! Es ist einfach unglaublich, was im Meer landet. Von Badelatschen, Shampooflaschen über Fischernetze und einer Menge Stiropor. Spontan fingen wir an den Müll zu sammeln, es nahm kein Ende, jede Welle spühlte neuen Schrott an! Sonja schnappte sich den Einheimischen, der das einzige Restaurant an diesem Strand führte, fragte nach einem Behälter für den Müll und warum es hier soooo grausam aussieht. Er schien ziemlich verzweifelt mit dieser Situation. Jeden Morgen, so sagt er, sammelt er Müll, aber er komme nicht gegen an, keiner unterstütze ihn und die Müllabfuhr kann er sich nich leisten, so verbrennt er viel. Brauchbare Gegenstände behält er.

 

 

 

Hier kannst Du dir die Fotos aus Thailand anschauen!

 

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